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30 Jahre Erfolgsgeschichte aus den Augen eines Gründungsmitglieds

Lesedauer: 7 Minuten 07.06.2022 Aktuelles & Trends

Vom kleinen Startup zum großen Player im ERP-Markt

1992 wurde der Grundstein für das W. Ernst Informatik Systemhaus in einem kleinen Dorf namens Siegelbach gelegt. Ein unbekanntes Unternehmen und ein nicht einsatzbares Produkt klingen zwar nicht nach einer Erfolgsformel, doch mit Willenskraft und Pioniergeist ist alles möglich.

Auf diese Zeit kann Michael Finkler, Geschäftsführer bei proALPHA, heute mit einem stolzen Lächeln zurückblicken. Als eines der Gründungsmitglieder begleitet er das Unternehmen fast von Beginn an und hat auf seinem Weg einiges erlebt. Was seine persönlichen Highlights waren und wie aus einem kleinen Startup die heute erfolgreiche proALPHA Gruppe wurde, das erzählt er uns in diesem Interview.

Michael Finkler
Geschäftsführer bei proALPHA

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  1. Wie lange begleitest du proALPHA bereits und wie bist du zu proALPHA gekommen?
    Es ist kaum zu glauben, aber mittlerweile arbeite ich seit mehr als 28 Jahren für proALPHA, das damals noch W. Ernst Informatik hieß. Mit diesem furchtbar klingenden Namen sind wir gestartet. Damals hatte ich ein sehr lukratives Angebot der SAP ausgeschlagen, da ich überzeugt war, dass wir aus diesem kleinen Startup etwas Großes entwickeln können. Ein paar wenige Mitarbeiter arbeiteten damals in einem Technologiepark in Siegelbach, nahe Weilerbach, in einigen angemieteten Büroräumen, an ersten Funktionen von proALPHA.

    Wir gründeten damals gemeinsam das W. Ernst Informatik Systemhaus mit mir als 49%-igem Minderheitsgesellschafter und einzigem Geschäftsführer. Ziel war die Projektrealisierung und den Vertrieb für das Produkt zu übernehmen. Weder das W. Ernst Informatik Systemhaus noch proALPHA waren am Markt bekannt, noch war das Produkt einsetzbar, da es noch in den Kinderschuhen steckte. Nichtsdestotrotz hatten wir rasch Erfolge und das Unternehmen wuchs schnell. Es war eine tolle Pionierzeit. Noch heute sind die ersten Kunden, die in der damaligen Zeit Vertrauen in uns setzten, aktive sowie besonders wertgeschätzte proALPHA Kunden. Wir haben Ihnen viel zu verdanken.

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  2. Wenn Du auf die letzten Jahre zurückblickst, welche Highlights fallen Dir ein?
    Um die Highlights in diesen fast 3 Jahrzehnten zu erzählen, müsste ich ein Buch schreiben. Leider habe ich versäumt ein Tagebuch zu führen, sonst würde ich dies noch nachholen. Natürlich ist ein besonderes Highlight die Entwicklung von dieser kleinen Truppe, bestehend aus einer Hand voll Mitarbeitern, zu einem kleinen Konzern bestehend aus fast 2.000 Mitarbeitern.
    Es gab übrigens bis dato kein einziges Jahr mit Umsatzrückgang. Dies ist selbst der SAP nicht gelungen, die in den vergangen 37 Jahren gleich 3 Jahre mit Umsatzrückgängen erlebte. Natürlich war die Ausgründung der damaligen proALPHA Systemhaus GmbH im Jahre 2003 in eine eigenständige AG für die Mitarbeiter und mich persönlich ein weiteres Highlight. Als ALPHA Business Solutions AG waren wir super erfolgreich und durchaus gefürchtet am Markt der Wettbewerber.

    Das nächste Highlight war dann die Wiedervereinigung der ALPHA Business Solutions AG mit der proALPHA Software AG im Jahre 2015, die bei diesem Zusammenschluss auf Augenhöhe, den heutigen Namen proALPHA Business Solutions als Konzernmutter annahm. Ich wechselte in die Gesamtgeschäftsführung der Konzernmutter proALPHA Business Solutions und gehöre dieser seit dieser Zeit an. In den vergangen 7 Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl fast verdreifacht und proALPHA hat sich zu einem der 3 führenden ERP Unternehmen, neben SAP und Microsoft, in der DACH Region entwickelt. Der zweite Platz von Microsoft ist in Reichweite und unser erklärtes Ziel. Das ist schon eine außerordentliche Leistung an diesem sehr anspruchsvollen Markt von Unternehmenslösungen.


    Ein Highlight vor 26 Jahren war sicherlich auch die Gründung des heutigen proALPHA Anwenderkreises. Gemeinsam mit einem Kundengeschäftsführer reifte in mir die Idee zur Gründung eines proALPHA Anwenderkreises. In einem kleinen Kreis von weiteren interessierten Unternehmen gründete sich diese zunächst lose Vereinigung, die dieses Jahr das 25-jährige Jubiläum feiert. Mittlerweile ist aus ihr eine gewichtige und aktive Organisation mit fast 500 Mitgliedern geworden. Ich selbst gehöre seit der ersten Sitzung dem Vorstand dieses Anwenderkreises an und genieße die tolle Zusammenarbeit und auch die Freundschaften, die sich im Laufe der Jahre daraus entwickelt haben. Wenn es diesen proALPHA Anwenderkreis nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden. 
     
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  3. Was war für Dich die Motivation, proALPHA so lange treu zu bleiben? Gab es dazwischen nie andere Wege, die auch spannend gewesen wären?
    Auch diese Frage könnte ich in mehreren Buchkapiteln beantworten. Für mich war ERP immer schon die Königsdisziplin in der IT. Ich selbst bin als Softwareentwickler in den Produktionswerken von Hewlett Packard in Böblingen gestartet und übernahm später die Beratungsleitung in diesem Bereich. Dort lernte ich ERP schätzen und lieben. ERP ist nur zu einem Drittel IT, die anderen zwei Drittel sind Unternehmensorganisationen und die beteiligten Menschen. Genau dies hat mich immer schon fasziniert – bis zum heutigen Tag. Aus diesem Grund kam ein Wechsel nie in Frage, zumal ich selbst Gesellschafter und seit mehr als 28 Jahren Geschäftsführer bzw. Vorstand bei der proALPHA bin.

    "Ich bin von proALPHA als Produkt sehr überzeugt und empfehle es mit bestem Gewissen jedem Freund, sofern es zum Unternehmen passt."

    Davon gibt es zwischenzeitlich einige Freunde mit proALPHA Installationen und ich bin überzeugt, dass alle genauso überzeugt von proALPHA sind wie ich selbst, auch wenn es hin und wieder einmal berechtigte Kritik gibt, ist die Überzeugung ungebrochen.

    Aber was macht das Arbeitsleben wirklich aus? Sind es tatsächlich die Erfolge? Für mich macht proALPHA heute besonders die Verbundenheit zu vielen Mitarbeitern, Partnern und vor allem auch zu vielen Kunden aus. Dies wird auch der Fall sein, wenn ich aus Altersgründen mal nicht mehr für proALPHA tätig bin. 

     
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  4. Was verbindet Dich mit proALPHA und was macht proALPHA für dich aus?
    Wie schon vorstehend beschrieben, gibt es für mich sehr viele Gründe, die mich mit proALPHA verbinden und die proALPHA ausmachen. Seit Jahren schätze ich die kollegiale und überwiegend freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Geschäftsführungskollegen. Es ist ein gutes Miteinander in einer qualitativ sehr starken Geschäftsleitung. Zusätzlich ist ERP noch sehr viel spannender geworden als in den Jahren zuvor.

    Die Digitalisierung hat ganz neue Anforderungen an ERP gestellt, sowohl nach innen als auch in Richtung der Endkunden und der Märkte. Neue Technologien wie KI werden integraler Bestandteil der ERP+ Systeme sein. Mittlerweile steht proALPHA ja für deutlich mehr als nur Core-ERP. Dazu kamen MES, BI, e-Procurement, Finanzplanung, Qualitätsmanagement, Energiemanagement, CO2-Tracking und lassen Sie sich überraschen bezüglich dessen, was noch kommen wird.

     
    Eine Herzenssache sind mir mittlerweile die neuen Themen Nachhaltigkeit und insbesondere Klimaneutralität geworden. Hier werden ERP+ Systeme einen großen Beitrag leisten müssen. Bezüglich dieser gesellschaftlichen Verantwortung sind wir selbst tätig als proALPHA und darüber hinaus bin ich in Forschungs- und Verbandstätigkeiten involviert bzw. treibe die Dinge voran.

    So wurde ich für 4 Jahre zum Vorstandsvorsitzenden des größten VDMA Fachverbandes Software und Digitalisierung gewählt, gehöre einem Landesvorstand und der Hauptgeschäftsführung des VDMA an, dem größten Industrieverband Europas. Darüber hinaus bin ich im Vorstand des Bitkom Arbeitskreises ERP sowie im Forschungsbeirat des FIR RWTH Aachen tätig, neben einigen weiteren Aufgaben. Auch in diversen Beiratsfunktionen versuche ich meine Erfahrungen einerseits aber auch Motivation für die notwendigen Veränderungen hinsichtlich Digitalisierung und Nachhaltigkeit andererseits zu vermitteln. Insofern bin ich mehr als gut ausgelastet und beschäftigt mit überaus interessanten Themen.


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  5. Wie ist Deine Einschätzung zur Zukunft von proALPHA? Wo geht die Reise Deiner Meinung nach hin?
    Um proALPHA mache ich mir keinerlei Sorgen. Das Unternehmen ist sehr gut aufgestellt, hocherfolgreich und auf dem Weg die richtigen Dinge zu tun, wie z.B. die Cloud-Transformation oder die KI-Nutzung auszurollen. Auch die Zukäufe passender Unternehmen im Umfeld der proALPHA Core Anwendung sind strategisch absolut richtig. Die Erfolge sehen wir bereits heute deutlich. Obwohl wir schon sehr stark am Markt etabliert sind, wird die Wettbewerbsfähigkeit weiter steigen. Die Kundenzufriedenheit wird bei alldem nicht vergessen und steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Als Mitgründer und Mitvorstand im proALPHA Anwenderkreis ist mir das ein besonderes Anliegen. Dafür setze ich mich persönlich ein.


    "proALPHA wird sich weiter stark nach vorne entwickeln und meines Erachtens neben SAP bereits in Kürze Platz 2 im Bereich der diskreten Fertigungsunternehmen und des technischen Handels einnehmen." michael-finkler-02180_rund

    Insofern kann ich irgendwann relaxt Abschied nehmen und guten Gewissens in den nächsten Lebensabschnitt starten. Dann wird für mich Halligalli auf dem Programm stehen: Ich werde das Leben noch mehr genießen und meine humanitären Projekte in Kenia, vor 12 Jahren begonnen, sowie einen neu gegründeten Natur- und Artenschutzverein weiter vorantreiben. Die weiteren Erfolge von proALPHA werde ich mit großer Genugtuung vom Schaukelstuhl aus mit einem gutem Glas Wein verfolgen und die vielen freundschaftlichen Kontakte zu Mitarbeitern, Kunden und Partner weiter intensiv pflegen.

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