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ERP 2022: Mit 9 Trends in die digitale Zukunft

Lesedauer: 4 Minuten 30.11.2021 Aktuelles & Trends

Welche Themen Sie im kommenden Jahr auf dem Schirm haben sollten

Selten war ein Ausblick ins neue Jahr mit so viel Unsicherheiten behaftet wie aktuell. Doch trotz aller Unwägbarkeiten: Es zeichnen sich einige ERP-Trends ab, die Sie 2022 nicht außer Acht lassen sollten.

Was das kommende Jahr wohl bringen wird? Manche lesen aus dem Kaffeesatz, andere verlassen sich auf ihr Bauchgefühl. Handfestere Hinweise liefert da schon ein Blick in aktuelle Studien. Daraus – und aus unserer eigenen Projektpraxis – haben wir neun Aktionsbereiche identifiziert, die ERP-Anwender*innen in Ihrem Unternehmen 2022 anpacken sollten.

  1. Schnittstellen statt Bruchstellen: für nahtlose Integration sorgen

    Die Digitalisierung einzelner Geschäfts- oder Unternehmensbereiche macht gute Fortschritte. Aber eine echte Transformation gelingt nur mit nahtlosen End-to-End-Prozessen – und der durchgängigen Koppelung aller relevanten Systeme. Der Digitalverband Bitkom betont in seinem Whitepaper ERP-Trend-Check 2021: Lösungen für Digitalisierung und Integration bieten sowohl den nötigen Reifegrad als auch hohen Nutzwert. Unternehmen sollten sich daher daranmachen, die Lücken in ihren Prozessen aufzuspüren und diese zu schließen. 

  2. Personalwesen: digitaler und damit besser werden

    Paradebeispiel dafür ist der Personalbereich. Die Wichtigkeit einer durchgängigen Digitalisierung betont auch die HR-Services-Studie 2021 von Haufe. Sie stellt fest: Die Zufriedenheit der internen Kunden hängt direkt mit der Transparenz und Digitalisierung der Abläufe zusammen. Es lohnt sich also, das Management der Personalprozesse mit dem ERP-System als Drehscheibe aller Unternehmensdaten zu verknüpfen. 

  3. Glied für Glied: die Lieferketten stärken

    Die Versorgungssicherheit mit Materialien und Halbfertigerzeugnissen steht aktuell für die meisten Produktionsbetriebe ganz oben auf der Tagesordnung, genauso wie die steigenden Preise. Ein effizientes Einkaufs- und Lieferantenmanagement wird damit überlebenswichtig. Good news liefert dazu ein Bericht des Beratungshauses PWC. Er belegt: Wer seine Supply Chain digitalisiert, investiert in Umsatzwachstum und Kostensenkung

  4. Smart vor Cloud: IoT-Initiativen starten

    Die Digitalisierung einzelner Geschäfts- oder Unternehmensbereiche macht gute Fortschritte. Aber eine echte Transformation gelingt nur mit nahtlosen End-to-End-Prozessen – und der durchgängigen Koppelung aller relevanten Systeme. Der Digitalverband Bitkom betont in seinem Whitepaper ERP-Trend-Check 2021: Lösungen für Digitalisierung und Integration bieten sowohl den nötigen Reifegrad als auch hohen Nutzwert. Unternehmen sollten sich daher daranmachen, die Lücken in ihren Prozessen aufzuspüren und diese zu schließen. 

  5. Datenqualität: auf Automatisierung setzen

    Mit dem IoT steigt auch die Menge der Daten weiter. Aber schon jetzt verzeichnet laut einer IDC-Studie  fast jedes dritte deutsche Unternehmen ein Datenwachstum zwischen 31 und 60 Prozent – pro Jahr! 37 Prozent sehen in der Sicherstellung einer hohen Datenqualität eine zentrale Herausforderung. Wobei viele die Bereinigung von Daten immer noch als Projekt und nicht als Prozess begreifen. Angesichts der wachsenden Datenberge führt jedoch an einer automatisierten, kontinuierlichen Datenpflege kein Weg mehr vorbei.

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  6. Process Mining: Potenziale ausloten

    Auch bereits durchdigitalisierte Prozesse haben Verbesserungspotenzial. Dieses zu heben ist Aufgabe des Process Mining. Am Beispiel der Auftragsabwicklung machen die Autoren des Bitkom ERP-Trend-Check klar: Wer seine Prozesse mit Process Mining transparent gestalten und optimieren will, kommt an den Daten des ERP-Systems nicht vorbei. Aber die Mühe lohnt sich. Dem Process Mining bescheinigt der Bitkom ein hohes betriebswirtschaftliches Nutzenpotenzial. 

  7. Solide Zukunft: nachhaltiger werden

    Eine Forsa-Umfrage zeigt: 70 % der Mittelständler sehen in nachhaltigem Handeln einen wesentlichen Faktor für ihre Zukunftsfähigkeit. Dem ERP-System kommt damit eine weitere, zentrale Rolle zu. Es liefert für das Ressourcen- und CO2-Management die nötigen Informationen, um Geschäftsreisen, Strombedarf, Produktionsabfälle sowie den Verbrauch von Papier, Verpackungs- und Fertigungsmaterialien und Betriebsmitteln zu reduzieren. Zudem hilft eine verbesserte Absatzplanung Überproduktion zu vermeiden. Das ERP-System wird so zur Single Source of Truth aller Maßnahmen.

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  8. Daten- und Informationssicherheit: Security ernst nehmen

    Das produzierende Gewerbe wird durch das Zusammenwachsen von Information Technology (IT) und Operation Technology (OT) zunehmend Opfer von Cyberangriffen. Laut einer Studie von EY vom Oktober 2021 hatten 44 % der Unternehmen im letzten Jahr konkrete Hinweise auf Cyber-Attacken – Tendenz steigend. Die Hacker haben es auf Lösegeld, Reputation, Geschäftsgeheimnisse von Technologieführern oder auf Kundendaten abgesehen. Sie sollten daher unbedingt mit Ihrem ERP-Anbieter besprechen, was im Falle eines Cyberangriffs zu tun ist.

  9. KI meets Usability: den Benutzer in den Mittelpunkt stellen
    Benutzerfreundlichkeit ist heute mehr als „nice to have“, sie ist ein Hygienefaktor. Je intuitiver sich eine Software nutzen lässt, desto besser wirkt sie sich auf die Produktivität der Mitarbeitenden aus. Welchen Wertbeitrag Künstliche Intelligenz (KI) dabei leisten kann, hat das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS untersucht. Die Forschenden wollten wissen, welche intelligenten Funktionen aus dem beruflichen oder privaten Umfeld sich Anwender*innen für das ERP-System wünschen. Der mit Abstand häufigste Wunsch (21 %) war die Eingabe per Spracherkennung. Falls Sie sich aktuell nach einem neuen ERP-System umsehen, sollten Sie daher Ihren zukünftigen Softwarelieferanten nicht nur auf Ease of Use, sondern auch auf Zukunftsthemen dieser Art abklopfen.

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