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Mission. Vision. Purpose - die proALPHA Leitsätze

Lesedauer: 5 Minuten 12.07.2022 Aktuelles & Trends

Unsere Werte und Leitsätze für eine zielführende und verbindende Kraft

Wir haben bei der Unternehmensgruppe proALPHA erkannt, dass es für die erfolgreiche Zukunft eines Unternehmens unerlässlich ist, nicht nur tragfähige Rahmenbedingungen für das betriebswirtschaftliche Handeln zu definieren, sondern auch eine starke Haltung zu entwickeln und nach außen sichtbar zu machen.

Aus diesem Grund haben wir im Rahmen einer internen Arbeitsgruppe eine Unternehmensvision, Mission und einen Purpose entwickelt. Warum wir das gemacht haben, was es uns bringt und warum sich jedes mittelständische Unternehmen darüber Gedanken machen sollte, das haben wir unseren Head of Corporate Communications Ronny Winkler im Interview gefragt.

Ronny Winkler
Head of Corporate Communications der proALPHA Gruppe

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  1. „Mission – Vision – Purpose“ sind bei uns nun definiert und festgezurrt. Und sind Teil der Marke proALPHA. Aber warum und wie genau haben wir das gemacht?

    Unsere Vision- und Mission-Statements sind unsere Leitfäden und Navigationsgeräte auf dem Weg zu unserem Ziel, die Nummer eins im neuen Wettlauf um das ERP+ System für die mittelständische Fertigungsindustrie zu werden. Sie helfen uns bei der Orientierung und intendieren eine kohäsive, inspirierende und motivierende Wirkung für uns alle.

    Aber auch einen Purpose – das sinnstiftende Element unseres Handelns – zu finden, war für uns sehr wichtig. Beim Purpose geht es im weiteren Sinne um unsere Rolle als Organisation im gesellschaftlichen Kontext. Konkret geht es uns darum, alle unsere Zielgruppen – wie unsere Mitarbeiter, Kunden, Partner, Investoren aber auch gesellschaftliche Anspruchsgruppen – dauerhaft davon überzeugen, dass wir als proALPHA Gruppe eine berechtigte „License to operate“ besitzen. Dafür braucht es neben der Identifizierung unseres Markenkerns ebenso ein Verständnis über unsere Stärken und Schwächen als auch Kenntnis über Potenziale und Bindungsfaktoren entlang der gesamten proALPHA Gruppe.
    Das haben wir über Methoden der tiefenpsychologischen Marktforschung in zwei Schritten versucht herauszufinden. Über mehr als 30 Leitfadeninterviews mit in- und externen Fokusgruppen und einer anschließenden Rückkopplung mit der gesamten Belegschaft haben wir uns ein Bild verschafft, welche bewussten und unbewussten Motive und die „geheime“ Faszination die proALPHA Gruppe ausmachen. So konnten wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf unserer Reise mitnehmen, was für mich auch die offene Unternehmenskultur widerspiegelt, die bei proALPHA gelebt wird.

    2. Warum sind die „Mission – Vision – Purpose“ – Statements so extrem wichtig?

    Wir als Unternehmensgruppe befinden uns aktuell in einer Transformationsphase, die von starkem Wachstum geprägt ist. Allein durch die Zukäufe von sieben Unternehmen in den letzten drei Jahren sind wir von rund 700 Mitarbeiter*innen auf knapp 2.000 gewachsen. Das erfordert eine saubere und systematische Integration von unterschiedlichsten Unternehmenskulturen, die seit nunmehr gut zwei Jahren Pandemie-bedingt auch noch Remote vom heimischen Bürostuhl aus gesteuert werden muss.
    Ohne einen tragfähigen Rahmen für eine gemeinsame Unternehmenskultur auf Basis geteilter und gelebter Leitsätze sind derartige Integrationsprojekte zum Scheitern verurteilt. Es geht um ein integriertes und sinnstiftendes Framework entlang der gesamten proALPHA Gruppe, das Bottom-up und Top-down seine Wirkung entfaltet. Am Ende des Tages geht doch keiner von uns nur des Gehaltschecks wegen zur Arbeit – davon bin ich jedenfalls überzeugt. Vielmehr sind wir doch nicht minder auf der Suche nach dem Gefühl, dass das, was wir tun, sinnvoll und für die Gesellschaft von Bedeutung ist und dass wir in unserem Job wachsen.

    3. Heißt das, dass das Thema Purpose nun auch im Mittelstand angekommen ist? Bislang ist die Formulierung eines Purpose doch vornehmlich im Enterprise Segment anzutreffen.

    Die großen und brennenden gesellschaftlichen Themen machen auch nicht vorm deutschen Mittelstand halt. Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energiewende, digitale Transformation und die Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt sind nur einige Themenwolken, zu denen in der Gesellschaft weitestgehend „common sense“ herrscht und sich klare Haltungen und damit Ansprüche an Organisationen herauskristallisiert haben. Auf diese Art von gesellschaftlichem Aktivismus müssen Unternehmen als Organisation – ungeachtet welcher Größe – eine Antwort haben – oder besser – eine eigene Haltung entwickeln.
    Unter dem Stichwort „Corporate Activism“ machen Unternehmen transparent, wofür sie stehen, wie sie sich zu gesellschaftspolitischen Themen positionieren und warum sie eine Existenzberechtigung auch als gesellschaftlicher Player besitzen. Eine Organisation, die sich neben ökonomischen Zielen nicht auch einen Zielekanon im Hinblick auf ihren Beitrag für die Gesamtgesellschaft formuliert, manövriert am Zeitgeist vorbei und wird es zunehmend schwerer haben, im Markt erfolgreich zu operieren.

    4. Warum ist es von so großer Bedeutung, sich auch als gesellschaftlicher Akteur zu verstehen und nicht als rein ökonomischen Player am Markt?

    Die moderne Unternehmensführung hat ein duales Aufgabenprofil und das stellt durchaus große Herausforderungen an das strategische und operative Management. Die Unternehmensführung muss gewährleisten, dass tragfähige Rahmenbedingungen für das betriebswirtschaftliche Handeln definiert, gesellschaftliche Unterstützungspotentiale für die Unternehmenstätigkeit aktiviert und konkrete Strategien legitimiert werden.

    Das bedeutet in erster Linie ökonomisch sinnvolle als auch sozialpolitisch verträgliche Wettbewerbsstrategien umzusetzen. Sonst drohen eine ökonomische Regression einerseits und der schleichende Entzug der “licence to operate“ durch öffentliche Kritik und nachhaltigen Glaubwürdigkeitsverlust andererseits. Das gilt vor allem dann, wenn externe Effekte des unternehmerischen Handelns dabei nicht-ökonomische Lebenszusammenhänge nachhaltig beeinträchtigen.

    5. Was wird sich in Zukunft dank der klaren Orientierung durch „Mission – Vision – Purpose“ nun für die proALPHA Gruppe ändern?

    Wir haben damit zunächst nur einen Handlungsrahmen geschaffen, innerhalb dessen wir einvernehmlich navigieren wollen. Über die Identifikation und das Commitment mit diesen Leitsätzen wollen wir Orientierung schaffen, Motivation freisetzen und letztlich ein sinnstiftendes Element für unser unternehmerisches Handeln auch in nicht-ökonomischen Zusammenhängen manifestieren. Das gelingt am Ende des Tages aber nur, wenn wir als Organisation die damit verbundenen Werte verinnerlichen und sicherstellen, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit keine Glaubwürdigkeitslücke klafft. Dabei sind wir alle jeden Tag aufs Neue gefragt kritisch zu reflektieren, ob unser Tun auch tatsächlich synchron zu unseren formulierten Leitsätzen läuft.

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