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Smart Factory: So sieht die Produktion von morgen aus

Lesedauer: 4 Minuten 23.03.2021 Aktuelles & Trends

Die Smart Factory der TU Graz zeigt die Zukunft der digitalen Fertigung

Die Modellfabrik, die in Zusammenarbeit mit der TU Graz, proALPHA und Partnern der Industrie entstanden ist, bietet konkrete digitale Showcases für klein- und mittelständische Unternehmen.

Die smartfactory@tugraz, die Modellfabrik der Technischen Universität Graz, zeigt die zahlreichen Möglichkeiten der heutigen und künftigen digitalen Fertigung. Auf rund 300m² stehen dafür eine Vielzahl an Anlagen und Geräten zur Verfügung, die auch in modernsten Industriebetrieben zum Einsatz kommen. Anhand dieser präsentieren die Betreiber unter der Leitung von Dipl.-Ing. Dr. techn. Rudolf Pichler Showcases zu konkreten Themen im produzierenden Umfeld.

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Die Forschungs- und Lehrfabrik, die von der TU Graz gemeinsam mit uns und anderen Partnern der Industrie ins Leben gerufen wurde, richtet sich an Studierende, wie auch an klein- und mittelständische Unternehmen, die sich über die Zukunft der digitalen Fertigung informieren wollen.

Ziel ist es, moderne Buzzwords à la „Industrial Internet of Things“, „Smart Production“ und „Digitaler Zwilling“ im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbar zu machen und die digitalen Transformationsmöglichkeiten am lebenden Objekt zu vermitteln.

Warum ist das Projekt gerade für den Mittelstand interessant?

Die smartfactory@tugraz verfolgt vor allem zwei Themenschwerpunkte: Agilität und Security.

Die aktuelle Einschätzung ist, dass die Zukunft der Fertigung in Europa vor allem im mittelständischen Bereich nicht in der Massenproduktion liegt, sondern in der Fähigkeit, Produkte für den individuellen Kundenanspruch zu liefern – Stichwort Consumer-Orientierung. Wer dies in einer möglichst hohen Geschwindigkeit schafft, profitiert von höheren Margen.

„Genau das ist es, wo eine europäische Fertigung in der Consumer-Orientation eine Zukunft hat“,
Dipl.-Ing. Dr. techn. Rudolf Pichler, Leitung smartfactory@tugraz

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Voraussetzung dafür ist ein hoher Grad an Agilität. Um diesen Aspekt anhand eines konkreten Showcases zu illustrieren, wird in der Modellfabrik ein Getriebe als Demonstrationsobjekt gefertigt – und das in insgesamt 18 Varianten.

Der zweite Schwerpunkt „Security“ reflektiert die Tatsache, dass das produzierende Gewerbe durch das Zusammenwachsen von Information Technology (IT) und Operation Technology (OT) zunehmend Opfer von Cyberangriffen wird. Auch kleinere Betriebe bleiben nicht verschont.

Mit der Grazer Modellfabrik soll nicht nur das Bewusstsein für die Risiken geschärft werden. Sie präsentiert auch konkrete Lösungen, die den sicheren Betrieb unterstützen. Beispiel Intrusion Detection: Mit Hilfe eines Moduls und einer sogenannten Nozomi Box wird der übliche Datenverkehr aufgezeichnet und mitverfolgt. Das System lernt, welche Datenströme für das Unternehmen üblich sind. Bei Anomalien schlägt das System Alarm.

Welche Rolle spielen wir dabei?

Einerseits stellt die smartfactory@tugraz unter Beweis, dass das ERP-System auch in der smarten Ära die zentrale Daten- und Steuerplattform sein wird. Andererseits zeigt sie, wie zentral seine Rolle speziell in der agilen Produktion ist.

Mit dem Web-basierten Produktkonfigurator des ERP-Systems von proALPHA können Kunden Produktvarianten selbst konfigurieren – hier das oben genannte Getriebe in 18 Varianten. Relevante Informationen – CAD-Zeichnungen, Stücklisten usw. – werden im Product-Lifecycle-Management (PLM)-System gewartet und danach über einen intelligenten Algorithmus ins ERP-System übernommen. Doppelte Eingaben entfallen in diesem vollständig digitalisierten Showcase.
Dazu kommen klassische ERP-Funktionen, wie die Errechnung eines Fertigungstermins oder Optimierungsvorgänge jeweils unter agilen Bedingungen.

Wodurch profitieren wir und unsere Kunden?

Nachdem wir bereits positive Erfahrungen in Kaiserslautern und Aachen gemacht hatten, haben wir die im Jahr 2016 ausgesprochene Einladung von Dipl.-Ing. Dr. techn. Rudolf Pichler angenommen, um die Forschung in der digitalen Fertigung auch in Österreich voranzutreiben. Davon profitieren alle unsere bestehenden wie auch potenziellen Kunden.

Da die Zielgruppen der Grazer Modellfabrik mit der unsrigen übereinstimmen – kleine und mittlere Unternehmen –, sind wir in der Lage, gemeinsam Lösungen zu präsentieren, die für diese relevant und leistbar sind.

Szameitat_Alexander_500x500_bubble „Wir wollen keine Lösungen herzeigen, die sich nur Konzerne leisten können, sondern Lösungen demonstrieren, die für unsere Kunden einen Mehrwert haben“,
DI Alexander Szameitat, Leitung IT Consultant bei proALPHA


Unser Ziel ist es, mit unseren erprobten Lösungen, innovativen Partnern und dem Input der Universität eine Referenzarchitektur zu entwickeln, die allen unseren Kunden zur Verfügung steht. Es ist uns auch möglich, unsere Lösungen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und damit neue Interessenten zu gewinnen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die smartfactory@tugraz macht die digitale Transformation für den Mittelstand erlebbar, indem sie eine Brücke von der Theorie in die Praxis schlägt. Sie zeigt, wie Unternehmen auch mit teilweise alten Maschinen und beschränkten Ressourcen modernste Lösungen umsetzen können, wenn sie innovationsbereit und flexibel sind.

Podcast: smartfactory@tugraz

Closed-Loop-Manufacturing: Mit der smartfactory@tugraz auf dem Weg zur agilen Fertigung.

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