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Wo steht der Maschinen- und Anlagenbau heute?

Lesedauer: 3 Minuten 15.09.2021 Aktuelles & Trends

Welche Herausforderungen Maschinen-und Anlagenbauer meistern

Corona-Krise, Materialmangel, schnell wachsende Konkurrenz aus China – es gab schon einfachere Zeiten für den heimischen Maschinen- und Anlagenbau. Mit der digitalen Transformation eröffnen sich völlig neue Chancen.

Zunächst die gute Nachricht: Nachdem die Maschinenexporte im zweiten Quartal 2020 um 21,5 Prozent zurückgegangen waren, sind diese im selben Zeitraum dieses Jahres um 23,5 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum 2021 bei 11,2 Prozent.

Gebremst wird die positive Entwicklung vor allem durch Materialmangel, wobei besonders die Versorgung mit Vorprodukten aus der Elektronik- und Stahlindustrie problematisch ist. Dies sorgt wiederum für angespannte Lieferketten, so eine Umfrage unter VDMA-Mitgliedern im April dieses Jahres. Wie verwundbar und fragil die Lieferketten momentan sind, zeigt ein einzelner Corona-Fall bei einem Hafenmitarbeiter in China, der zu Teilsperrungen der weltweit dritt- und viertgrößten Häfen Ningbo und Shenzhen führte. Die Folgen: erhöhte Lieferzeiten und ein Anstieg der Kosten. Im Laufe des Jahres haben sich die Frachtgebühren zwischen China und Europa versechsfacht.

China sorgt auch anderweitig für Kopfzerbrechen. 2020 hat die Volksrepublik den bisherigen Exportweltmeister im Bereich Maschinenbau, Deutschland, überholt. Betroffen sind vor allem jene Bereiche, wo heimische Hersteller traditionell stark exportieren: Armaturen, Fördertechnik, Heiz-, Kühl-, Klimatechnik sowie Berg-, Hoch- und Tiefbaumaschinen.  

Hintergrund der asiatischen Offensive ist die Industriestrategie „Made In China 2025“, die offensichtlich erste Früchte trägt. Zu den wichtigsten Stoßrichtungen, die hier formuliert sind, gehören die allgemeine Förderung von Innovationen und der verstärkte Einsatz von integrierter, digitaler und technologieorientierter Fertigung. Langfristiges Ziel ist es, sich Mitte des Jahrhunderts als führende Industrienation der Welt präsentieren zu können.

Beschleunigte Digitalisierung

Dass die chinesischen Pläne nicht so schnell und leicht Wirklichkeit werden, dafür sorgen all jene Unternehmen, die hinter der Traditionsmarke „Made in Germany“ stehen und in Sachen Digitalisierung gerade gewaltige Fortschritte machen. Eine Bitkom-Umfrage zeigt etwa, dass sich die Einstellung gegenüber der Digitalisierung in den letzten Jahren stark verändert hat. Heute sehen 93 Prozent der heimischen Unternehmen darin eine Chance – und nur fünf Prozent ein Risiko.

Zu den Technologien, denen die größten Zukunftschancen im Industriebereich eingeräumt werden, gehört vor allem Künstliche Intelligenz (KI). Als wichtigste Vorteile werden die Möglichkeiten in der vorausschauenden Wartung, Steigerung der Produktivität sowie die Optimierung von Produktions- und Fertigungsprozessen genannt.  

Auch strategisch tut sich einiges. So wird die Digitalisierung zunehmend als Chance gesehen, neue Geschäftsmodelle zu generieren. So haben 45 Prozent der von Bitkom befragten Unternehmen sogenannte Pay-Per-Use- oder Production-as-a-Service-Modelle eingeführt. Damit verkauft etwa ein Maschinenbauer keine Maschinen mehr, sondern vielmehr Produktionskapazitäten – je nach Bedarf des Kunden.

Ein großer Schritt in Richtung Plattform

Parallel zu dieser Entwicklung investieren Industrieunternehmen stärker denn je in das Thema Plattform-Ökonomie. 88 Prozent der an der Umfrage beteiligten Betriebe entwickeln digitale Plattformen neu bzw. weiter oder beteiligen sich daran. Auf ihnen können Produkte oder Services vertrieben oder auch Kunden mit Lieferanten vernetzt werden.

Bei all den genannten Aspekten der Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau spielt eine moderne ERP-Lösung wie proALPHA als digitales Rückgrat eine zentrale Rolle. So ist etwa durch eine hohe Integrationsfähig sichergestellt, dass die Daten nicht nur innerhalb der eigenen Applikationslandschaft reibungslos ausgetauscht werden, sondern auch mit Partnern und Lieferanten – Stichwort Digital Supply Chain.

ERP unterstützt zudem Produktkonfiguratoren, mit denen sich individuelle Kundenwünsche verwirklichen lassen.      

Technologien wie Process Mining und Künstliche Intelligenz in Verbindung mit einem modernen ERP-System wie proALPHA sorgen außerdem dafür, dass Geschäfts- und Produktionsprozesse optimal ablaufen und im Fall der Fälle, wie etwa in der Corona-Krise – flexibel und schnell an neue Situationen angepasst werden können.

Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre haben gezeigt: Je weiter Unternehmen digitalisiert sind, desto besser können sie mit Krisen wie der Corona-Pandemie umgehen, weil sie an Resilienz und Flexibilität gewinnen. Mit technologischer Innovation und smarten Geschäftsideen können zudem selbst mittelständische Unternehmen dem geballten Mitbewerb, wie er etwa in China entsteht, die Stirn bieten. Ein starkes digitales Rückgrat, das gezielt auf die Branche ausgerichtet ist, verschafft dem Mittelstand hier den notwendigen Wettbewerbsvorsprung.

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